Samurai-Zen Episode 2

Samurai-Zen  Folge 2

Die Berühmtheit von Zen-Meister Takuan wie auch seine Lehre der „selbstlosen Ergebenheit“ gegenüber seines Herrn, hatten eine tiefe Wirkung auf seine Zeit und auf die weitere Entwicklung.Takuan bezog seine Lehren teilweise aus den Lehren des Zen-Mönchs Suzuki-Shosan (1579-1655), welcher aus einer Samurai Familie geboren wurde und lange Jahre für den Begründer des Tokugawa-Shogunats, Tokugawa Ieyasu (1542-1616) kämpfte. Shosan empfahl den Samurai Tokinoke-Zazen (Meditation)zu üben. Auch war Shosan der Auffassung, wenn Zazen nicht auch auf dem Schlachtfeld praktiziert würde, Mediation für einen Samurai nutzlos sei. Die Energie des Zen-Samadhi sei die Grundlage aller Künste, so Shosan. 

(Samadhi ist ein Begriff des Hinduismus, Buddhismus, Zen, Jainismus, Sikhismus und anderer indischer Lehren. Samadhi bezeichnet einen Bewusstseinszustand, der über Wachen, Träumen und Tiefschlaf hinausgehen und in dem das diskursive Denken aufhören soll… aus Wikipedia). 

Die Kampfkünste verbieten einen wankelmütigen Geist und der Krieger befindet sich beim Anwenden seiner Fähigkeiten im Zen-Samadhi. Shosan war der Meinung, dass die Wahrheit des Buddhismus in jeder Form von Arbeit oder Aktivität gefunden werden kann. Im modernen Japan wird Shosan u.a. zu den wichtigsten Begründern der „Japanischen Arbeitsethik“ gezählt. Ein grosser Meister und Reformer des Rinzai-Zen war Hakuin(1685-1768 in der Mitte der Tokugawa-Zeit) und er war überzeugt, dass die Lebensweise eines Kriegers für Zen Übungen geeigneter sei als für Mönche. Den Grund dafür fand Hakuin in der physischen Kraft, mit welcher der Krieger sich dieser Übung widmete und seinem Bestreben, jederzeit seinen ethischen Prinzipien zu folgen. 

Was dem meditierenden Krieger an Fähigkeiten zufällt ist die wichtigste daraus die Furchtlosigkeit, zur Erreichung seiner Ziele. Meditation kann auch in der heutigen Zeit hilfreich in vielen Lebensbereichen sein, jedoch wird sie in der Qualität und Wirkung, wie es die Zen-Meister Takuan, Zen-Mönch Shosan oder Zen-Meister Hakuin beschreiben, nicht erlebt werden können. Für die meisten, westlich geprägten modernen Menschen, steht „selbstlose Ergebenheit“  dem eigenen Ego entgegen und ist nicht Teil seiner Prinzipien. Wenn, dann für eine kurze Phase in der Ausübung einer Kampfkunst.

Samurai-Zen  Episode 2

The fame of Zen master Takuan, as well as his teaching of „selfless devotion“ to his master, had a profound effect on his time and on further development. Takuan drew his teachings partly from the teachings of the Zen monk Suzuki-Shosan (1579-1655), who was born into a samurai family and fought for the founder of the Tokugawa shogunate, Tokugawa Ieyasu (1542-1616) for many years. Shosan recommended that the samurai practice Tokinoke-Zazen (meditation). Shosan also believed that if zazen was not also practiced on the battlefield, mediation would be useless for a samurai.According to Shosan, the energy of Zen Samadhi is the basis of all the arts.

(Samadhi is a term used in Hinduism, Buddhism, Zen, Jainism, Sikhism and other Indian teachings. Samadhi denotes a state of consciousness that goes beyond waking, dreaming and deep sleep and in which discursive thinking should cease … from Wikipedia).

The martial arts forbid a fickle mind and the warrior finds himself in zen samadhi while using his skills. Shosan believed that the truth of Buddhism can be found in any form of work or activity. In modern Japan, Shosan is one of the most important founders of the „Japanese work ethic“.A great master and reformer of Rinzai Zen was Hakuin (1685-1768 in the middle of the Tokugawa period) and he was convinced that the warrior’s way of life was more suitable for Zen exercises than for monks. Hakuin found the reason for this in the physical strength with which the warrior devoted himself to this exercise and his endeavor to follow his ethical principles at all times.The abilities of the meditating warrior are the most important of them being fearlessness in order to achieve his goals.

Even today, meditation can be helpful in many areas of life, but it cannot be experienced in the quality and effect as described by the Zen master Takuan, Zen monk Shosan or Zen master Hakuin. For most modern Westerners, „selfless devotion“ is contrary to one’s ego and is not part of its principles. If so, it is for a brief period in the practice of a martial art.

J. Sturm and extracts from „Zen and War“ / Brian Victoria

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: