Samurai-Zen

Samurai-Zen

Die Geschichte der Japanischen Feudalzeit berichtet, dass ein Shogun namens Hojo Tokimune (1251-1284), kurz vor der zweiten drohenden mongolischen Invasion (1281) in Japan, seinen spirituellen Mentor und Chinesischen Zen-Meister namens SOGEN um Rat fragte, wie er diesem kommenden Ereignis begegnen solle. 

Sogen sagte, Tokimune solle das in der Zen-Tradition berühmte KOAN von CHAO-CHOU (japanisch: JOSHU = Assistent) durcharbeiten, um geistige Freiheit zu erlangen die es ihm ermögliche, sich gelassen mit den Fragen des Krieges und des Friedens auseinanderzusetzen. Das sind die frühesten Hinweise auf eine Verbindung von Zen und Schwert in Japan. 

Offensichtlich waren es Chinesische Zen-Meister welche auf die Idee kamen, Zen-Training für den Krieg zu nutzen, oder zumindest die geistige Einstellung dazu. 

Der berühmte Zen-Meister Takuan (1573-1645) hat in einem Brief beschrieben, welche Vorteile Zen-Training für einen Samurai hat. Man solle bei allem was man tut den „Eigenen Geist“ vergessen und mit der betreffenden Tätigkeit (Schwertkampf, Tanz, usw) eins werden. 

Takuan betonte immer, dass der Krieger „bewegungslose Weisheit“ (Fudochi) entwickeln müsse. Das sei kein statisches Konzept sondern der „bewegungslose Grund“, der das Potential zur Bewegung in allen Richtungen hat. Wenn der Geist sich frei in allen Richtungen bewegen kann und an nichts haftet, so ist das „bewegungslose Weisheit“. Takuan sah im grimmig dreinblickenden Hindu-Gott FUDO MYO-O-O , dargestellt mit einem Schwert in seiner Rechten und einem Seil in seiner Linken, die Verkörperung seines Ideals der bewegungslosen Weisheit. In einer kurzen Schrift von Takuan mit dem Titel „Taia-ki“ ( Geschichte des Schwertes) erläutert er, die zweifache Natur des Schwertes: „Leben zu schenken und Leben zu nehmen“. 

Auch äussert sich Takuan darin über die überragende Tugend der „Loyalität“. Vollkommen loyal zu sein bedeutet zunächst einmal, dass man seinen Geist zügeln, seinen Körper disziplinieren und man seinem „Herren“ gegenüber ohne die geringste Falschheit sein müsse. Man darf andere weder hassen noch kritisieren und muss stets seinen täglichen Verpflichtungen nachkommen. 

TAKUAN war einer der grössten Zen-Meister der Tokugawa-Zeit(Periode von1600-1867)

Fragmente aus: Zen and War / Brian Victoria

Folge 2 demnächst.

Samurai-Zen

The history of the Japanese feudal period reports that a shogun named Hojo Tokimune (1251-1284), shortly before the second impending Mongol invasion (1281) in Japan, asked his spiritual mentor and Chinese Zen master named SOGEN for advice, how to deal with this upcoming invasion.

Sogen said that Tokimune should work through the KOAN by CHAO-CHOU (Japanese: JOSHU = Guideline) which is famous in the Zen tradition, in order to gain intellectual freedom that would enable him to calmly deal with the issues of war and peace. These are the earliest references to the connection between Zen and the sword in Japan.

Obviously it was Chinese Zen masters who came up with the idea of ​​using Zen training for war, or at least the mental attitude towards it.

The famous Zen master Takuan (1573-1645) described in a letter the advantages of Zen training for a samurai. You should forget your “own spirit” in everything you do and become one with the activity in question (sword fighting, dance, etc.).

Takuan always emphasized that the warrior must develop „motionless wisdom“ (Fudochi). This is not a static concept but the „motionless ground“ that has the potential to move in all directions. When the mind can move freely in all directions and is not attached to anything, that is „motionless wisdom“. Takuan saw the grim-looking Hindu god FUDO MYO-O-O, depicted with a sword in his right hand and a rope in his left, the embodiment of his ideal of motionless wisdom. In a short essay by Takuan entitled „Taia-ki“ (History of the Sword), he explains the twofold nature of the sword: „To give life and to take life“.

Takuan also expresses himself in it about the outstanding virtue of „loyalty“. To be completely loyal means, first of all, that one must curb one’s mind, discipline one’s body and be without the slightest falsehood towards one’s “master”. One must neither hate nor criticize others and must always meet one’s daily obligations.

TAKUAN was one of the greatest Zen masters of the Tokugawa period. (1600-1867)

J.Sturm

Fragments from: Zen and War / Brian Victoria

Episode 2 coming soon.

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