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BUDO / BUJUTSU und die geistige, kulturelle und körperliche Entwicklung vom Ursprung bis zur heutigen KAMPFKUNST / KAMPFDISZIPLIN Folge 1

BUDO / BUJUTSU and the mental, cultural and physical development from origin to today’s FIGHTING ART / FIGHTING DISZIPLIN                     Episode 1

Betrachten wir Bujutsu aus einem historischen Blickwinkel und vergleichen diese Sicht mit  den Entwicklungen zur heutigen praktizierten Kampfkunst oder Kampfdisziplin, wird uns bewusst, dass der mentale, innere Teil mit dem physischen, mechanischen äusseren Teil nicht im Einklang steht. Die Gründe dafür liegen in der „Interpretation“ von dem was und wie ich was praktiziere und wirft nachstehende Fragen auf:

  1. Dient mein Training hauptsächlich der Entwicklung in Richtung Wettkampf?
  2. Dient mein Training hauptsächlich der eigenen geistigen, kulturellen und körperlichen Entwicklung?
  3. Dient mein Training dem Aufbau und der Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Integration?

Jeder dieser Punkte hat seine Berechtigung, wenn er einem dieser Ziele dient. Jedoch kollidieren diese Trainingsformen untereinander, weil die Methoden der einen Form nicht für die Methoden der anderen Form geeignet sind. Um diese Aussagen zu unterstreichen möchte ich zu jedem der Punkte ein Beispiel geben:

zu 1.

In dieser Methode ist es das Ziel, siegreich aus einem Wettkampf hervorzugehen. In westlichen Breiten wird, und das ist auch meine eigene Erfahrung, hier grosser Wert auf Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gelegt. Spezielle Kampftechniken wie Konterattacken oder Finten bis zur Spezialisierung auf die für den eigenen Körper bestens geeigneten Techniken, stehen im Vordergrund. Für eine Entwicklung der inneren Faktoren wie Hara und Ki wir hier wenig bis keine Zeit aufgewendet. Dies meist aus zeitlichen Gründen und aus dem Umstand heraus, dass es zu wenig ausgebildete Lehrer für diese Entwicklung gibt und der Fokus auf Erfolg liegt.

zu 2.

Diese Methode ist meiner Meinung nach die am meisten praktizierte. Hier stehen die Bewegung und die Disziplin im Vordergrund. Auch hier fehlt meist die Zeit, um den Budoka mit den geistigen Formen wie HARAGAI in Verbindung zu bringen. Leider wechseln in dieser Gruppe viele Kinder und Jugendliche zur Kampfdisziplin. So werden sie niemals die mentalen Werte der Kampfkunst kennen lernen, die ja auch in unserer Gesellschaft enorm wichtig sind. Auch hier ist der minimierende Faktor die Zeit. Kinder sind sicherlich nicht im jeden Alter empfänglich für die mentale Kunst, aber das richtige Atmen zum Beispiel vor und nach dem Training wäre schon ein guter Anfang. Wichtig wäre auch das Üben von KATA’s um dem geistigen Aspekt der Kampfkunst ein Gesicht zu geben. 

zu 3.

Diese Methode ist gut geeignet sich mit Gleichgesinnten im Dojo zu treffen, zu trainieren ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen und so eine Entwicklung für das Gemeinwesen anzustossen. Vielmals ist es ein Treffen im Dojo, wo zum Beispiel ein höher graduierter Budoka das Training nach seinem Gutdünken gestaltet und leitet. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus eher unregelmässig Trainierenden, meist mit unterschiedlichem Leistungsstand und wir dies heute als „social contacts“ bezeichnen.

Die heutige Betrachtungsweise ist natürlich nicht gleichzusetzen mit der im feudalen Japan. Die Ausbildung zum heutigen Wettkämpfer kann mit der Ausbildung zum feudalen Krieger nicht verglichen werden. Die mentale Entwicklung der Krieger war bestimmend für den Sieg bis zum bitteren Ende. Die persönlichen Befindlichkeiten wurden niemals berücksichtigt. 

Auch in der Feudalzeit hatte die Kampfkunst eine, auf die übrige Gesellschaft in Japan eine bedeutsame Wirkung. Es wurden Aufführungen und Demonstrationen vieler Kampfkünste mit kulturellem Hintergrund öffentlich ausgetragen. Die Krieger konnte so ihre Fähigkeiten im Gebrauch der Waffen und ohne Waffen in mentaler und physischer Ausprägung zur Schau stellen. Dies beeindruckte vor allem die jungen Männer, welche dann leichter für die Kriegerkaste rekrutiert werden konnten.

By J.Sturm 

Folge 2 ist in Vorbereitung

BUDO / BUJUTSU and the mental, cultural and physical development from origin to today’s FIGHTING ART / FIGHTING DISZIPLIN Episode 1

If we look at Bujutsu from a historical point of view and compare this view with the developments in today’s practiced martial arts or combat discipline, we realize that the mental, inner part is not in harmony with the physical, mechanical outer part. The reasons for this lie in the „interpretation“ of what and how I practice what and raises the following questions:

1. Does my training mainly serve the development towards competition?

2. Does my training mainly serve my own mental, cultural and physical development?

3. Does my training serve to build and maintain social integration?

Each of these points is justified when serving one of these goals. However, these forms of training collide with each other because the methods of one form are not suitable for the methods of the other. To underline these statements, I would like to give an example of each of the points:

to 1.

In this method, the goal is to emerge victorious from a competition. In Western latitudes, and this is also my own experience, great emphasis is placed on strength, endurance and agility. Special fighting techniques such as counterattacks or feints up to specialization in the most suitable techniques for one’s own body are in the foreground. Little to no time is spent on the development of internal factors such as Hara and Ki. This is mostly due to time constraints and the fact that there are under-trained teachers for this development and the focus is on success.

to 2.

This method is, in my opinion, the most practiced. Here the movement and the discipline are in the foreground. Again, there is usually no time to associate the Budoka with the spiritual forms such as HARAGAI. Unfortunately, many children and young people in this group switch to combat discipline. In this way, they will never get to know the mental values of martial arts, which are also enormously important in our society. Here, too, the minimizing factor is time. Children are certainly not receptive to mental art at any age, but breathing properly before and after training, for example, would be a good start. It would also be important to practice KATA’s in order to give a face to the spiritual aspect of martial arts.

to 3.

This method is well suited to meet with like-minded people in the dojo, to train without pursuing a certain goal and thus to initiate a development for the community. Many times it is a meeting in the dojo, where, for example, a higher graduate Budoka designs and directs the training according to his or her own. This group is made up of rather irregular trainees, usually with different levels of performance and we call this „social contacts“ today.

Today’s approach is, of course, not the same as that in feudal Japan. The training of today’s competitor cannot be compared with training as a feudal warrior. The mental development of the Warriors was decisive for the victory to the bitter end. Personal sensitivities were never taken into account. 

Even in the feudal period, martial arts had a significant effect on the rest of society in Japan. Performances and demonstrations of many martial arts with a cultural background were held in public. The warriors were thus able to show off their abilities in the use of weapons and without weapons in mental and physical form. This particularly impressed the young men, who could then be recruited more easily for the warrior caste.  

Episode 2 to follow 

By J.Sturm

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