KARATE und „Ki“

Generell wird in der modernen Fachliteratur des „Karate“ wenig über die inneren Faktoren  wie „Hara“ und „Ki“ (Haragai) erwähnt. Sie sind, wie für alle BUDO-Künste, die wichtigsten Faktoren, um zu mentaler Stabilität für totale Kontrolle zu gelangen. Zwei Exponenten des Japanischen Karate, Meister Oyama Masutatsu und Meister Yamaguchi Gogen, legten grossen Wert auf diese Entwicklung der inneren Faktoren, sowohl als Lehrer als auch in ihrer Literatur. Sie waren dazu praktische Beispiele, unmissverständlich ZEN-orientiert und gleichzusetzen wie Meister Kunishige (JuJutsu) oder Meister Uyeshiba (Aikido). Das richtige Atmen im Unterbauch ist für die Entwicklung einer koordinierten Kraft in allen Kampfkünsten unerlässlich. Im bekannten „Black Belt“ Magazin 1966 berichtet Meister Oyama von seinem Sommer-Seminar in den Bergen. Jeden Morgen mehrere Kilometer laufen auf und ab, danach langes Grundtraining und Kampf (Kumite), mit Pausen für eine ZEN-Meditation. Meister Yamaguchi ging jeden Monat einmal in die Berge, um sich spirituell und körperlich zu stärken. Meister Yamaguchi stand früh morgens auf, meditierte über mehr als 1 Stunde mit anschließendem einstündigem Kata-Training. 

Meditation vor dem Training ermöglicht einen besseren Umgang mit Stress im Training und bessere Ausführungen der „äusseren“ Techniken. Das Eindringen ins Unbewusste, um den Status, in dem Tod und Leben die Qualität der Angst verliert zu erreichen, wird dich zum wahren Meister deiner selbst machen. Dies ist die zentralisierte Unabhängigkeit die es erlaubt, das „KI“ , die Energie, zu kontrollieren. Wie einst ein Shaolin-Mönch sagte: Gutes Atmen bedeutet viel Sauerstoff und auch eine gute Lunge, also Stärke, schlechtes Atmen bedeutet zu wenig Sauerstoff und auch eine schlechte Lunge, also Schwäche. 

Nehmen wir das oben betrachtete zur Kenntnis und stellen es ins Licht der heutigen Trainingsmethoden in vielen Dojos dann wird uns bewusst, dass für die Entwicklung der Schüler der inneren Faktoren wie „Hara und Ki“, keine bis wenig Zeit aufgewendet wird. KARATE wird heute im grossen Stil als Wettkampfdisziplin eingesetzt, wo physische Energie im Vordergrund steht. Jedoch sollten wir niemals die Kontrolle über uns selbst verlieren. 

KARATE and „Ki“

In general, little is mentioned in the modern literature of „Karate“ about the internal factors such as „Hara“ and „Ki“ (Haragai). As is valid for all BUDO arts, they are the most important factors in order to achieve mental stability for total control. Two exponents of Japanese Karate are, Master Oyama Masutatsu and Master Yamaguchi Gogen, attached great importance to the development of internal factors, both as teachers and in their literature. They were practical examples, unequivocally ZEN-oriented and equated with Master Kunishige (JuJutsu) or Master Uyeshiba (Aikido). Proper breathing in the lower abdomen is essential for the development of a coordinated force, in all martial arts. In the well-known „Black Belt“ magazine edition 1966, Master Oyama reports on his summer seminar in the mountains. Every morning running several kilometers up and down, then long basic training and fight (Kumite), with breaks for a ZEN meditation. Master Yamaguchi went to the mountains once a month to strengthen himself spiritually and physically. Master Yamaguchi got up early in the morning, meditated for more than 1 hour followed by an hour-long Kata training. 

Meditation before training allows a better handling of stress in training and better execution of the „external“ techniques. Intrusion into the unconscious to reach the status in which death and life loses the quality of fear will make you the true master of yourself. This is the centralized independence that allows to control the „KI“ , the energy. As a Shaolin monk once said: Good breathing means a lot of oxygen and thus a good lung, i.e. strength, bad breathing means too little oxygen and thus a bad lung, i.e. weakness. 

Let us take note of the above and put it in the light of today’s training methods in many dojos then we realize that to little time is spent on the development of internal factors such as „Hara and Ki“. Today KARATE is used on a large scale as a competition discipline, where physical energy is in the foreground. However, we should never lose control of ourselves.

By J.Sturm

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