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KENJUTSU Folge 2

Unausweichlich, was die Spezialisierung der Schwertkampfkunst durch die alten Schwertmeister betrifft, war die Differenzierung der inneren und äusseren Faktoren. Äussere Faktoren wie: Waffen, Technik, Positionen und dazu die praktischen Details, unterschieden sich von Schwertstil zu Schwertstil und den Schulen welche diese Kenjutsu-Stile unterrichteten. Die Entwicklung der inneren Faktoren, wie eine Unabhängigkeit des Verstandes welche es erlaubte, die erlernte Technik frei und ungehindert auszuführen und unbewusst in Kraft umzuwandeln. In einigen Kenjutsu-Schulen wurde die Ausprägung einzelner Gruppen innerer Faktoren wichtiger, um andere Gruppen von Faktoren zu minimieren oder zu vernachlässigen. Das Paradigma einiger Mönche im feudalen Japan war: „Technisches Wissen ist nicht genug“ und muss durch eine Vereinigung der äusseren mit den inneren Faktoren einhergehen, wobei die resultierende Kraft aus dem Unbewussten abgerufen werden kann. Jedoch wurde dabei betont, dass ein einseitiges Wissen über die inneren Faktoren, keinen Schwertmeister ausmachen. Auch ein gut entwickelter und trainierter Körper ist unerlässlich für ein erfolgreiches Kenjutsu. Grosse Meister berichteten, dass sie bei Anwendung von Tricks in Zweikämpfen, oftmals als Sieger hervorgingen. Nur, weil der Gegner sich des anderen Stärke wusste war und ihn dadurch negativ beeinflusste. 

Es ist diese innere Kraft die es erlaubt, einen fähigen und mental unabhängigen Schwertkämpfer gegenüber zu stehen, den Kampf mit Mut und Kraft aufzunehmen, gleich dem Auftreten seines Gegenübers. Schon die alten Schwertmeister berichteten wie wichtig eine mentale Unabhängigkeit sei, um einen Kampf erfolgreich zu beenden. Der Verstand muss frei sein von jedweden äusseren Einflüssen (zum Beispiel die Waffe des Gegners und die Art und Weise wie er sie führt), um die Kontrolle über sich zu behalten. Diese Regel gilt auch für alle übrigen Kampfkünste im Bujutsu. 

Die Erkenntnis, dass Haragai (die Zentralisierung aus Hara und Ki) die Bilder von „mizu-no-kokoro“ (einen Verstand wie ruhiges Wasser) und „tsuki-no-kokoro“ (einen Verstand ruhig wie der Mond) visualisiert, um sich dem Leben zu stellen mit all seinen Problemen und auch einen Kampf nicht ausschliesst. Beide Bilder veranschaulichen die Fähigkeit des Verstandes im zentralisierten Zustand, das Generelle und das Spezielle zu erfassen und zu evaluieren, eine Beeinflussung von Aussen zu verhindern und so die Kontrolle über sich zu behalten.

J.Sturm, Folge 3 folgt

KENJUTSU Episode 2

Inevitably, as far as the specialization of the swordfighting art by the old sword masters is concerned, a differentiation of the internal and external factors was essential. External factors such as: weapons, technology, positions and practical details differed from sword style to sword style and the schools that taught these Kenjutsu styles. The development of the inner factors, such as an independence of the mind, which made it possible to carry out the learned technique freely and unhindered and unconsciously converting it into force. In some Kenjutsu schools, the expression of individual groups of internal factors became more important in order to minimize or neglect other groups of factors. The paradigm of some monks in feudal Japan was: „Technical knowledge is not enough“ and must be accompanied by a unification of the outer with the inner factors, whereby the resulting force can be retrieved from the unconscious. However, it was emphasized that a one-sided knowledge of the inner factors does not constitute a sword master. A well-developed and trained body is also essential for a successful Kenjutsu. Grand masters reported that they often emerged victorious when using tricks in duels. Only because the opponent knew the other’s strength and thereby negatively influenced him. 

It is this inner force that allows a capable and mentally independent swordsman to take up the fight with courage and strength, equal to the appearance of his counterpart. Even the old sword masters reported the importance of mental independence in order to successfully end a struggle. The mind must be free from any external influences (for example, the enemy’s weapon and the way he is using it) in order to keep control of itself. This rule also applies to all other martial arts in the Bujutsu. 

The realization that Haragai (the centralization of Hara and Ki) visualizes the images of „mizu-no-kokoro“ (a mind like calm water) and „tsuki-no-kokoro“ (a mind calm as the moon) in order to face life with all its problems and also including a fight. Both images illustrate the ability of the mind in a centralized state to grasp and evaluate the general and the special, to prevent influence from the outside and thus to retain control over oneself.

J.Sturm, episode 3 to follow

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