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Waffenloser Kampf im BUJUTU -SUMO- Teil 1

In Geschichtsbüchern vieler Völker weltweit wird unter anderem auch der waffenlose Zweikampf beschrieben. Es ist also keine Kampfkunst die sich nur in Japan oder China entwickelt hat. Das Bedürfnis sich zu schützen unter Einsatz seines Körpers, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Methodik, um seinen Körper adäquat zu einer sich stellenden Situation auszubilden, war meist unterschiedlicher Natur. So spielten das Gewicht und die Grösse des Gegners eine erhebliche Rolle. Das Ziel jeder Methode war: Im Zweikampf, unter Einsatz seines Körpers, ohne Waffe zu bestehen. 

In Japan fand die Spezialisierung des waffenlosen Kampfes während der Feudalzeit statt und diente auch im Schlachtfeld als ein probates Mittel, um zu überleben oder seine Gegner auszuschalten. Die weitreichende Entwicklung des waffenlosen BUJUTSU generierte viele verschiedene Kampfsysteme, welche in Kampfschulen / Dojos mit eigenen Bezeichnungen wie zum Beispiel, – Aikijutsu, Jujutsu, Kempo, Sumo, Taijutsu, Torite u.v.a.m.- trainiert wurden. Der eigene Körper wurde so zu einer Waffe ausgebildet.

Die Ringkunst in Japan hat sich aus einer einfachen, willkürlichen Kampfmethode entwickelt bis hin zu einer heiligen Zeremonie und einer Form von militärischem Training. Daraus entstand die noch heute in Japan praktizierte Ringkunst „SUMO“ welche überaus beliebt und geachtet ist und deren Fortbestand gepflegt wird. In einer Japanischen Chronik aus dem 1.Jh n.Chr. wird diese Ringkunst als öffentliche Wettkampfkunst erwähnt, welche bereits  im 1.Jh v.Chr. bei höfischen Zeremonien  eingeführt war und hohe Publikumsgunst genoss. Jedwede Technik war erlaubt, um den Gegner zu besiegen und schliesslich endeten diese Wettkämpfe meist tödlich.

Die Weiterentwicklung dieser Kampfkunst zu einem Wettkampfsport mit allgemein gültigen Regeln schloss die Tötung aus und wurde so zur Basis des Ringkampfes wie er noch heute in Japan praktiziert wird. Das Ritual vor jedem Ring-Wettkampf erinnert an die Olympischen Spiele im alten Griechenland. In der folgenden Jahren entwickelte sich das Ringen in 2 Richtungen: 

  1. In eine soziale Form; angedacht zur Unterhaltung an Festveranstaltungen oder Vorführungen welche die innerste Einstellung, das Religiöse in der Kampfkunst, nicht widergab. 
  2. In eine mehr pragmatische, militärische Form, vergleichbar mit dem heutigen SUMO. Der Samurai im 16. Jahrhundert bewunderte diese SUMO-Kämpfer, da das System vermehrt einen militärischen Ansatz beschritt und SUMO für sie gleich wichtig wurde wie Pfeil und Bogen oder der Schwertkampf. 

Einige Aufzeichnungen berichten, dass um 1623 in Edo (heute Tokyo) die ersten professionellen SUMOTORI Wettkämpfe bestritten. Mit dem Erlös aus diesen Veranstaltungen wurden u.a. Tempel errichtet. Die Führer der Militärklasse behielten die Oberhoheit und Autorität der Sumo Wettkämpfe. Faustschläge und Fusstritte wurden aus dem Wettkampfreglement entfernt, da diese Techniken als nicht elegant bewertet wurden. Generell unterschied sich der Sumo Ringkampf nicht wesentlich von der Mongolischen Ringkunst oder von einigen Europäischen Ring-Stilen. Jedoch wurde um 1570 bereits die ringförmige Kampffläche, Kampfregeln sowie die Ränge der Kämpfer eingeführt. 

Die SUMO-Organisation ist heute noch in der alten Struktur professioneller Ringer eingebettet. Es gibt Kämpfer, Schiedsrichter und Punktrichter. Gemäss Erfahrung und Anzahl Siege und Niederlagen aus Wettkämpfen der Sumotori, werden Titel von Novizen bis Grand-Champions verteilt. 

Von J.Sturm  Nächster Blog: SUMO Teil 2

Unarmed Fight in BUJUTU > SUMO < Part 1

In the history books of many nations around the world, the unarmed duel is also described. So it is not a martial art that has only developed in Japan or China. The need to protect oneself using his body is as old as humanity itself. The methodology for training his body adequat to a given situation was usually different. Thus, the weight and size of the opponent played a significant role. The goal of each method was to compete in a duel, using his body as a weapon but without using a weapon. 

In Japan, the specialization of unarmed combat took place during the feudal period and also served in the battlefield as a tried and tested means of surviving or eliminating its opponents. The far-reaching development of the unarmed BUJUTSU generated many different combat systems, which in combat schools / dojos with their own names such as, – Aikijutsu, Jujutsu, Kempo, Sumo, Taijutsu, Torite and many more were trained. One’s own body was thus trained as a weapon.

The art of wrestling in Japan has evolved from a simple, arbitrary method of combat to a sacred ceremony and a form of military training. This gave rise to the Martial art „SUMO“, which is still practiced in Japan and is extremely popular and respected and whose survival is maintained. In a Japanese chronicle from the 1st century A.D., this art of wrestling is mentioned as a public competition art, which was already introduced in the 1st century B.C. at court ceremonies and enjoyed high public favor. Any technique was allowed to defeat the opponent and in the end these competitions ended mostly fatally.

The further development of this martial art into a competitive sport with generally valid rules ruled out the killing and thus became the basis of the wrestling as it is still practiced today in Japan. The ritual before each competition is reminiscent of the Olympic Games in ancient Greece. In the following years, wrestling developed in two directions: 

Into a social form; intended for entertainment at festive events or demonstrations which did not reflect the innermost attitude, the religious in martial arts. 

In a more pragmatic, military form, comparable to today’s SUMO. The samurai in the 16th century admired these SUMO fighters, as the system increasingly took a military approach and SUMO became as important to them as bow and arrow or swordfighting. 

Some records report that around 1623 in Edo (now Tokyo) the first professional SUMOTORI competitions were held. With the proceeds from these events, temples were built. The leaders of the military class retained the supremacy and authority of the Sumo competitions. Fist punches and kicks were removed from the competition rules because these techniques were rated as not elegant. In general, the Sumo wrestling did not differ significantly from Mongolian wrestling or from some European styles. However, around 1570 the annular combat surface, combat rules and the ranks of the fighters were introduced.

The SUMO organization is still embedded in the old structure of professional wrestlers. There are fighters, referees and judges. According to experience and number of victories and defeats from Sumotori competitions, titles are distributed from novices to grand champions.

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