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Die 7 Tugenden der Samurai Teil 5

The 7 virtues of the Samurai Part 5

Tugend 4: Höflichkeit

Definition (Wiki) 

Die Höflichkeit ist eine Tugend, deren Folge eine rücksichtsvolle Verhaltensweise ist, die den Respekt vor dem Gegenüber zum Ausdruck bringen soll. Ihr Gegenteil ist die Grobheit oder Barbarei. Sozial gehört sie zu den Sitten, soziologisch zu den sozialen Normen. Das Wort hat sich aus dem Begriff –höfisch- entwickelt, das die Lebensart am frühneuzeitlichen Hof bezeichnete.

Das Wort „Höflichkeit“ hat im Narrative vieler Menschen eine durchaus differenziertere Wahrnehmung. Ganz dem Umstand geschuldet, wie es mit der Erziehung von Kindheit auf, sei es vom Elternhaus oder Institution, gehalten wurde. BUSHIDO beschreibt mit der Tugend „Höflichkeit“ eine grundlegende Haltung in der Japanischen Gesellschaft, wie Zuvorkommenheit und Benehmen, sowie die Achtung der sozialen Stellung, die sich vom Feudalen Japan bis heute erhalten hat. Nicht immer wurde die Höflichkeit von den Kriegsherren praktiziert, verlangte aber von den Untergebenen und Besiegten, dass sie in dieser Tugend ausgebildet waren und diese anwendeten. Wie zum Beispiel das „Verbeugen und Sitzen“…

Einer meiner Japanischen Grossmeister erzählte mir, beim wörtlichen Durchwandern der 7 Tugenden der Samurai, eine Japanische Anekdote, welche diese vierte Tugend widerspiegelt:

…Ein gut gekleideter Mann spazierte unter glühend heisser Sonne, mit aufgespanntem Schirm auf der Strasse und begegnete einen bekannten Mann mit Hut, den er ansprach. Beide Männer hielten an, worauf der Mann sofort seinen Hut zog und sich vor dem anderen Mann verneigte. Dieser seinerseits schloss seinen Schirm zu und begann einen Dialog mit dem Bekannten…Daraufhin fragte der Bekannte: Warum schliessen sie den Schirm und setzen sich der prallen Sonne aus? Dieser antwortete: Gerne würde ich sie ja unter meinem Schirm nehmen, aber er ist dafür zu klein und so gebietet mir mein Mitgefühl und die Höflichkeit, wenigstens die Unbequemlichkeit mit ihnen zu teilen…

Auf die Frage: Was wäre wichtiger, die Wahrheit zu sagen oder höflich zu sein? Hier würden wir differenzierte Antworten erhalten. Die Antwort eines Japaners würde sicher eine andere sein als die eines Europäers.

Reine Äusserlichkeiten, wie Kleidung, Gestik und Sprache wirkten motivierend, sich der „Höflichkeit“ zu bedienen, um nicht zuletzt im guten Licht zu erscheinen und dadurch eventuell seine Ziele besser zu erreichen. Der Schweizer Politiker und Autor „Gottfried Keller“ beschreibt diese Haltung in seinem Buch „Kleider machen Leute“ sehr eindrücklich.

Meiner Meinung nach, sind Martial-Artists grundsätzlich höflich ihren Mitmenschen gegenüber und so auch vorbildlich in unserer Gesellschaft. Möge ich recht behalten…

Text von J.Sturm

Edo-Zeit in Japan: 1603-1868 japandigest.de

The Virtues of Samurai Part 5

Virtue 4: Politeness

Definition (Wiki)

Politeness is a virtue, the result of which is a considerate behavior designed to express respect for the other person. Their opposite is coarseness or barbarism. Socially it belongs to the customs, sociologically to the social norms. The word evolved from the term — courtly– which referred to the way of life at the early modern farm.
The word „politeness“ has a more nuanced perception in the narrative of many people. Entirely due to the fact that it was kept with the upbringing of childhood, be it from the parental home or institution.

BUSHIDO describes with the virtue of „politeness“ a fundamental attitude in Japanese society, such as politeness and behavior, as well as respect for the social position that has been maintained from feudal Japan to this day. Politeness was not always practiced by the warlords, but required subordinates and vanquished to be trained in and apply in this virtue. Such as „bending and sitting“…


One of my Japanese GrandMasters told me, while literally walking through the 7 virtues of the Samurai, a Japanese anecdote that reflects this fourth virtue:
… A well-dressed man walked in the street under the glowing hot sun, with his umbrella stretched out, and met a well-known man with a hat, whom he addressed. Both men stopped, and the man immediately pulled out his hat and bowed to the other man. He, for his part, closed his umbrella and began a dialogue with the acquaintance… The acquaintance then asked: Why do you close the umbrella and expose yourselve to the blazing sun? He replied: I would like to take you under my umbrella, but it is too small for it and so my compassion and politeness commands me to at least share the inconvenience with you…

To the question: What would be more important to tell the truth or to be polite? We would receive differentiated answers here. The answer of a Japanese would certainly be different from that of a European.

Pure appearances, such as clothing, gestures and language, were motivating to use „politeness“ in order to appear in the good light and thus possibly to achieve his goals better. The Swiss politician and author „Gottfried Keller“ describes this attitude very impressively in his book „Dresses make people / Kleider machen Leute„.

In my opinion, martial artists are basically polite to their fellow human beings and thus also exemplary in our society. May I be right..

Text by J.Sturm

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