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Die 7 Tugenden der Samurai Teil 2

Tugend 1: Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit

Eboshi-Helm (Eboshi Kabuto) spätes /late 16.Jh. Muromachi bis Momoyama Zeit/time. Aus dem Buch: Samurai im hirmerverlag.de

Aufrichtigkeit (Wiki) bezeichnet ein Merkmal persönlicher Integrität und bedeutet, zu sich selbst, zu seinen Werten und Idealen, zu stehen und den eigenen Gefühlen und der eigenen, inneren Überzeugung ohne Verstellung in Rede und Handlungen Ausdruck zu geben. Aufrichtigkeit bedeutet auch, anderen Menschen, wie auch sich selbst gegenüber ehrlich zu sein, zu seinen Fehlern zu stehen und sich nicht zu verstellen.

Gerechtigkeit (Wiki) bezeichnet seit der antiken Philosophie in ihrem Kern eine menschliche Tugend. Gerechtigkeit ist nach dieser klassischen Auffassung ein Massstab für ein individuelles menschliches Verhalten.

Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit gilt als Teil im Kodex eines Samurai. Wobei die Ausprägung der „Aufrichtigkeit“ einen grösseren Platz einnimmt als die Gerechtigkeit. Aufrichtigkeit kann wohl auch als eine Art „Entschlusskraft“ definiert werden. Eben diese Kraft die es dem Samurai ermöglichte, ohne Zaudern und mit Vernunft seinen Weg zu folgen. Immer in Abwägung ob es sich lohnt im Kampf zu sterben, um sein gestecktes Ziel zu erreichen. Berühmte Beispiele dieser Tugend geben uns die Aufzeichnungen der 47 treuen herrenlosen Samurai (Ronin). Sie übten Rache für deren ermordeten Herren, um danach Selbstmord (Sepuku) zu begehen.

Heute würde man Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit als eine Art „Pflicht“ definieren. Pflicht im Kontext mit Vernunft wäre doch auch heutzutage beispielgebend für unsere Gesellschaft. In unserer Gesellschaft ist die Aufrichtigkeit nicht immer kongruent mit Gerechtigkeit. Gerechtigkeit hat sehr viele Facetten und wird, je nach Bedarf, angepasst an die jeweilige Situation. Die Auswirkung dieser Anpassung generiert dabei Verlierer oder Gewinner. Die Frage nach der „Ethik“ tritt in den Hintergrund und verliert an Bedeutung.

Auch ein Samurai im feudalen Japan hatte sich mit der „Ethik“ auseinanderzusetzen. Jedoch war es eine „Pflicht“, seinem Herrn, ohne zu hinterfragen bedingungslos zu dienen. Dies implizierte auch Kriegslist und militärische Taktik. Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit relativieren sich hierbei.

The Virtues of Samurai Part 2

Grat-Helm (Sujibachi-Kabuto) spätes /late 16.-Mitte 18.Jh. späte/late Muromachi bis mittlere Edo Zeit/time. Aus dem Buch: Samurai im hirmerverlag.de

Virtue 1: Sincerity and Justice

Sincerity is a characteristic of personal integrity and means standing by oneself, to one’s values and ideals, and to express one’s own feelings and one’s own inner conviction without disfigurement in speech and actions.  Sincerity also means standing by other people, as well as being honest with themselves, and not disrespecting themselves. (Wiki)

Justice has been a human virtue at its core since ancient philosophy. According to this classical view, justice is a measure of individual human behaviour. (Wiki)

Sincerity and justice is considered part of the code of a samurai. The expression of „sincerity“ occupies a greater place than justice. Sincerity can also be defined as a kind of „decisiveness“. It was precisely this power that enabled the samurai to follow his path without hesitation and with reason. Always weighing up whether it is worth dying in battle to achieve your goal. Famous examples of this virtue are given to us by the records of the 47 faithful lordless samurai (Ronin). They took revenge for their murdered masters and then committed suicide (Sepuku).

Today, sincerity and justice would be defined as a kind of „duty.“ Duty in the context of reason would also set an example for our society today. In our society, sincerity is not always congruent with justice. Justice has many facets and, depending on the needs, is adapted to the respective situation. The impact of this adjustment generates losers or winners. The question of „ethics“ fades into the background and loses its importance.

A samurai in feudal Japan also had to deal with „ethics“. However, it was a „duty“ to serve his Lord unconditionally without questioning. This also implied war list and military tactics. Sincerity and justice are relativised here.

By Josef Sturm

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